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Kurz und Bündig

Frauenpower als Erfolgsfaktor

Unternehmen, die sich am Markt erfolgreicher behaupten als ihre Wettbewerber, setzen auf einen größeren Anteil von Frauen in Führungspositionen. So lautet das Kernergebnis einer Studie der Deutschen Gesellschaft für Qualität. Demnach weisen knapp die Hälfte der befragten Unternehmen mehr als 20 Prozent  Frauenanteil in Führungspositionen auf. Weniger erfolgreiche Unternehmen zeigen einen Anteil von nicht einmal 5 Prozent ihrer weiblichen Führungspositionen mit weiblichen Managern auf. Der Frauenanteil im Management der befragten Firmen ist insgesamt von 15 Prozent im Jahr 2005 auf 19 Prozent im Jahr 2006 gestiegen. Wenngleich die Studie einen klaren Zusammenhang zwischen Frauenanteil und Unternehmenserfolg aufzeigt lässt sie einen Interpretationspielraum zu. Machen weibliche Chefs Unternehmen erfolgreicher? Oder können Frauen nur in erfolgreichen Unternehmen Karriere machen? Zumindest ist einer Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach zu Folge die Bereitschaft, Führungsaufgaben und Verantwortung zu übernehmen bei Frauen in den Jahren zwischen 1988 und 2007 stärker gestiegen als bei Männern.

Udo Treber

Kündigungsschutz wechselt nicht mit

Wenn ihr Betrieb verkauft wird, können Arbeitnehmer den Schutz des Kündigungsschutzgesetzes verlieren. Zwar übernimmt der neue Arbeitgeber gemäß § 613a des Bürgerlichen Gesetzbuches alle "Rechte und Pflichten" aus den bestehenden Arbeitsverhältnissen. Dazu gehöre aber nicht der Schwellenwert für die Geltung des Kündigungsschutzgesetzes, hat das Bundesarbeitsgericht kürzlich entschieden (Az.: 8 AZR 397/06). Nach dem Betriebsübergang können sich Arbeitnehmer also nur auf das Kündigungsschutzgesetz berufen, wenn auch ihr neuer Arbeitgeber die gesetzlich vorgeschriebene Mindestanzahl von zehn Arbeitnehmern beschäftigt. Die Klägerin aus Thüringen, die nach dem Betriebsübergang entlassen worden war, scheiterte daher mit ihrer Revision: Ihr neuer Chef beschäftigte nur vier Vollzeitkräfte.

(BAG, Entscheidung vom 15.02.2007 – Az.: 8 AZR 397/06; www.bundesarbeitsgericht.de)

Quelle: F. A. Z., 24.02.2007, Nr. 47 / Seite C2

E-Mail statt Snail Mail


In Baden-Württemberg hat der Anteil der Firmen mit Breitbandanschluß in den vergangenen beiden Jahren von 46 auf 71 Prozent zugenommen. Verlierer der Entwicklung – so das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln – ist ISDN. Nur noch knapp die Hälfte der Unternehmen im Südwesten wählte sich 2006 über das digitale Telefonnetz ins Internet ein. Stark zunehmend ist dabei der Einsatz elektronischer Kommunikation. Bei immerhin 56 Prozent der im Südwesten befragten Unternehmen hat der Umfang an Snail Mail durch E-Mail abgenommen. Durch die verbreiterte Basis an Breitbandanschlüssen nimmt auch die Telearbeit zu. Ermöglichte noch im Jahr 2004 nur jedes siebte Unternehmen einzelnen Mitarbeitern einen Tele-Arbeitsplatz, verzichtet heute schon jedes fünfte Unternehmen auf deren persönliche Anwesenheit im Büro.

Udo Treber
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