Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien gibt es an gut 100 Standorten in ganz Deutschland – und seit beinahe 100 Jahren stehen die Akademien in der Tradition, Berufstätigen ein betriebswirtschaftliches Studium auf Hochschulniveau zu ermöglichen. Vor Ort kooperieren die gemeinnützigen Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien eng mit Universitäten und Fachhochschulen. Den Dozentenstab der Akademien bilden überwiegend Professoren und andere Hochschullehrer, die Lehrveranstaltungen finden in aller Regel in den Hörsälen und Seminarräumen einer Hochschule statt.
Die berufstätigen Studierenden der Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien haben täglich Gelegenheit, das theoretisch Erlernte in der beruflichen Praxis zu erproben und umgekehrt die betriebliche Realität an den akademischen Inhalten ihres Studiums zu messen. Diese Wechselwirkung eröffnet den Absolventen einer VWA Perspektiven, die reine Hochschulabsolventen häufig nicht besitzen. Darüber hinaus haben VWA-Absolventen in einem mehrjährigen berufsbegleitenden Studium Durchhaltevermögen, Einsatzbereitschaft und Belastbarkeit unter Beweis gestellt. Dementsprechend groß ist die Anerkennung, die das VWA-Studium in der Wirtschaft genießt:
„Die VWA ist nicht von ungefähr eine bei den Unternehmen hoch geschätzte Einrichtung. Die Absolventen sind bekannt dafür, dass sie in der beruflichen Praxis mit hervorragender Qualifikation und überdurchschnittlichem Leistungsvermögen überzeugen. Meinen Unternehmerkollegen kann ich nur raten, das Potenzial der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien zu nutzen und die Mitarbeiter, die diesen beschwerlichen Weg auf sich nehmen, wohlwollend zu unterstützen. Die VWAen sind unstrittig ein wichtiger Standortvorteil im deutschen Bildungsbereich und tragen damit zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen bei.“
Dr. Dieter Hundt
Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Berlin
Bildungsprognosen für die nächsten zehn Jahre kommen zu dem Ergebnis, dass die Akademisierungsquote von derzeit 9 auf 18 Prozent ansteigen wird. Wer beruflich weiterkommen möchte, darf hier nicht nachstehen. Einer Studie des Hochschul-Informations-Systems (HIS) von 2004 zufolge bemängeln Hochschulstudenten allerdings einen zu geringen Praxisbezug und fehlende Unterstützung beim Berufseinstieg. So verwundert es nicht, dass VWA-Absolventen am Arbeitsmarkt außerordentlich erfolgreich mit Hochschulabgängern um Führungspositionen konkurrieren. Nicht selten sind sie bei Stellenbesetzungen mit ihrer Berufserfahrung und dem VWA-Wirtschafts-Diplom Hochschulabsolventen gegenüber deutlich im Vorteil.
Nichtsdestotrotz nutzen Jahr für Jahr zahlreiche VWA-Absolventen die Möglichkeit, aufbauend auf ihr Wirtschafts-Diplom den international anerkannten akademischen Hochschulabschluss „Bachelor“ oder „Master“ zu erwerben. Und hierfür kann es, bei aller Wertschätzung und Akzeptanz der VWA-Abschlüsse, durchaus gute Gründe geben. Das Denken in internationalen Zusammenhängen gewinnt nämlich mehr und mehr an Bedeutung. Nicht nur die großen Konzerne, sondern auch mittelständische Unternehmen operieren zunehmend grenzüberschreitend. Diesem deutlichen Trend zur Internationalisierung tragen verschiedene Aufbaustudienangebote für VWA-Absolventen Rechnung:
Der Bachelor ist im anglo-amerikanischen Raum der erste akademische Grad. Er ist international bekannt und gut vergleichbar und erleichtert ein weiteres Studium im Ausland wie auch berufliche Tätigkeiten in international agierenden Unternehmen. Für VWA-Absolventen ist der Bachelor mit vergleichsweise geringem Aufwand zu erreichen. So kann beispielsweise in mehreren deutschen Städten in Kooperation mit der Avans Hogeschool Breda (NL) ein Zusatzstudium zum „Bachelor of Business Administration“ belegt werden. Dieses 2-semestrige Zusatzstudium ist so konzipiert, dass die Studierenden an lediglich 14 Tagen pro Semester am Studienort präsent sein müssen (
www.vwa-gruppe-bcw.de/bachelor_of_business_administration.html).
Der „Master of Business Administration“ (MBA) ist der international anerkannte akademische Abschluss für Manager. Der Weg zum Master steht erfolgreichen VWA-Absolventen an zahlreichen ausländischen Partner-Universitäten der Deutschen Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien offen. Zulassungsvoraussetzungen zu den MBA-Aufbaustudiengängen sind in der Regel gute Sprachkenntnisse (TOEFL-Test), Berufserfahrung und ein mit „sehr gut“ oder zumindest „gut“ abgeschlossenes VWA-Wirtschaftsdiplom. Nähere Informationen zu den einzelnen MBA-Programmen sind auf der WebSite des VWA-Bundesverbands verfügbar (
www.vwa.de/studium/mba).
Peter Willett